Schwebstofffilter als Virenfilter

Laut aktueller Forschung wird SARS-CoV-2 vor allem als Tröpfcheninfektion, also über das Einatmen von Erregern in Aerosolform, übertragen. In Innenräumen wie Arztpraxen, Schulen oder Büros besteht ein besonders hohes Risiko, da ausgeatmete Coronaviren dort stundenlang in der Luft infektiös bleiben können. Einen nachgewiesen wirksamen Schutz gegen eine Infektion mit dem Coronavirus, selbst bei einer hohen Virenlast, stellen Schwebstofffilter dar.

 

Auswahl des geeigneten Filters

Allerdings ist nur ein Schwebstofffilter der Güteklasse H14 als Virenfilter geeignet. Gemäß der Norm EN 1822 scheiden diese Filter mehr als 99,995 Prozent von Partikeln der Größe zwischen 0,1 und 0,3 µm ab. Das heißt: sowohl Coronaviren selbst (ca. 0,1 μm) als auch Aerosole (ca. 1 µm) werden nahezu vollständig abgeschieden. Die so filtrierte Innenluft ist so rein wie die eines Operationsraumes.

 

Kein Infektionsrisiko durch Virenfilter

Das Risiko einer Ansteckung über die im Filter zurückgehaltenen Viren ist äußerst gering, da sie schnell an Infektiosität verlieren. Bereits nach etwa einer Stunde ist die Hälfte der Viren nicht mehr infektiös.

 

Übersicht der Filterklassen

 

Fördermittel für Umrüstung

Für die Corona-gerechte Um- und Aufrüstung von RLT-Anlagen in öffentlichen Gebäuden und Versammlungsstätten wurden auf Bundesebene Fördermittel in Höhe von 500 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Eingeschlossen ist eine Aufrüstung auf H14-Schwebstofffilter (Punkt 5.1.1). Noch bis zum 31.12.2021 können Fördermittel beim Bundesamt für Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragt werden.